Gastbeitrag von Rüdiger Christ
Strahlender Sonnenschein und hochsommerliche Temperaturen begleiteten die Abschlussveranstaltung des 25. Holzbildhauersymposiums im Rhönschnitzerdorf Empfertshausen.
Das Wetter hätte kaum gegensätzlicher sein können da beim Auftakt kühle Temperaturen und Regen vorherrschten.
Im Mittelpunkt des Jubiläumssymposiums stand das Thema „Zusammenhalt“, mit dem sich alle beteiligten Künstlerinnen und Künstler auf ganz unterschiedliche Weise auseinandersetzten. Gleichzeitig zog sich das Thema Frieden wie ein roter Faden durch die Veranstaltung.
Bei der Vorstellung ihrer Werke machten die Bildhauerinnen und Bildhauer in ihren persönlichen Erläuterungen deutlich, wie eng beide Themen miteinander verbunden sind und wie sie diese in ihren Skulpturen umgesetzt haben.
Einen kleinen Wermutstropfen gab es dennoch: Zur Abschlussveranstaltung war kein offizieller Vertreter des Wartburgkreises anwesend.
Dies dürfte allerdings kaum als mangelndes Interesse an den Themen Zusammenhalt oder Frieden zu werten sein, sondern vielmehr mit der gleichzeitig beginnenden Ferienzeit zusammenhängen.

Zu Beginn begrüßte der Vorsitzende des Rhöner Holzbildhauervereins, Ronny Denner, Bürgermeister Antonio Häfner, die Gäste, die Künstlerinnen und Künstler sowie die zahlreichen Freunde der Holzbildhauerkunst.
In seiner Ansprache erinnerte Denner daran, dass vor einer Woche noch zehn rohe Holzstämme auf dem Festplatz lagen.
„Heute sehen wir, was daraus geworden ist, beeindruckende Kunstwerke“, sagte er und ging dabei nochmals auf die Bedeutung des Symposiumsmottos „Zusammenhalt“ ein.
Sein besonderer Dank galt allen Unterstützern der Veranstaltung, darunter dem Wartburgkreis, der Wartburg-Sparkasse, der Schnitzschule Empfertshausen, dem Rhöner Holzbildhauerverein e. V., den zahlreichen Kuchenbäckerinnen, der Kirmesgesellschaft, den Gemeindearbeitern sowie dem Wirte-Ehepaar Irene und Peter Reiser, die gemeinsam zum Gelingen des Symposiums beigetragen haben.
Auch Bürgermeister Antonio Häfner richtete ein Grußwort an die Anwesenden und würdigte die Bedeutung des Holzbildhauersymposiums für das Rhönschnitzerdorf und die gesamte Region.
Fred Rottenbach vom Rhöner Holzbildhauerverein informierte anschließend über die Möglichkeit, Patenschaften für die entstandenen Kunstwerke zu übernehmen.
Ziel sei es, die Skulpturen an öffentlich zugänglichen Orten aufzustellen, damit sie dauerhaft von vielen Menschen betrachtet werden können.
Im Anschluss stellte Ronny Denner die einzelnen Kunstwerke vor. Danach erläuterten die Künstlerinnen und Künstler persönlich die Ideen und Gedanken hinter ihren Skulpturen. Die Ausführungen stießen beim Publikum auf großes Interesse und wurden immer wieder mit herzlichem Applaus bedacht.

Für einen besonderen musikalischen Akzent sorgten einige der Künstler selbst, die die Veranstaltung mit eigenen Beiträgen bereicherten und dafür ebenfalls viel Beifall erhielten.
Zum Abschluss sprach Ulrike Ader, Leiterin der Städtischen Fachschule (Meisterschule) für Steinmetzen und Steinbildhauer in Aschaffenburg.
Da sie familiäre Wurzeln im Rhönschnitzerdorf Empfertshausen hat, setzt sie sich mit Nachdruck für den Erhalt der Schnitzschule am Ort ein.
Als kleines Gastgeschenk überreichte sie den Künstlerinnen und Künstlern jeweils eine Flasche alkoholfreies Bier einer traditionsreichen Aschaffenburger Brauerei.
Bei bestem Sommerwetter, guter Bewirtung und vielen angeregten Gesprächen klang das Jubiläumssymposium schließlich in geselliger Atmosphäre aus.
Die entstandenen Kunstwerke werden noch lange an die Themen erinnern, die diese besondere Veranstaltung geprägt haben: Zusammenhalt, Frieden und die verbindende Kraft der Kunst.

















